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Industrielle
Abwässer
Reinigung
von Abwasser aus der Industrieproduktion von Stärke
aus
Tapioka (Cassava, Maniok) in Südvietnam
Die Zulaufbelastungen liegen bei ca.
13.000
mg/l CSB; aktuell erreicht die Reinigungskaskade Ablaufwerte von 300
bis 400 mg/l CSB.
Die Pilotversuche dauern an bis zum Jahr 2012.

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Bauliche
Realisierung der bepflanzten Bodenfilter (constructed wetlands).
Treatment
of tapioca processing wastewater in South Vietnam,
Poster presentation on International Symposium
"Re-Water Braunschweig", November 2011.

Reinigung
von Tapioka-Abwasser in Südvietnam

Frühe
(1990/91)
Industriegroßanlagen für Abwasser der chemischen
Industrie (ICI
Oil Works, Billingham, England, 7 ha Größe) und
Kokereiabwasser (British Steel, Llanwern, England, 18 ha
Größe) nach dem Wurzelraumentsorgungs-
verfahren (root zone
method) der Arbeitsgruppe Prof. Kickuth, Deutschland.
Vorversuche
mit dem Industrieabwasser in einer Pilotanlage und
Selektion und Anzucht von abwasseradaptierten Schilfpflanzen (Phragmites
communis)
in speziell eingerichteten Gewächshäusern




Bau-
und
Bepflanzungsphase (1990/1991)
ICI Oil
Works, Billingham



British Steel,
Llanwern

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der Bildergalerie befinden sich die Fotos im
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Bepflanzter Bodenfilter
Hamburg-Havighorst
Im
Südosten Hamburgs, auf dem Gebiet des ausgebeuteten
Havighorster
Moores, wurde 1978 am Südwestrand eines stillgelegten und
rekultivierten 18 ha großen Bauschuttdeponiegeländes
der Austritt
beträchtlicher kontaminierter Sickerwassermengen entdeckt, die
auch zu
deutlichen Geruchsbelästigungen im jetzigen Naherholungsgebiet
führten.
Zur Sanierung dieser Altlast wurden die austretenden Wässer
gefasst und
eine Pflanzenkläranlage nach dem
Wurzelraumentsorgungsverfahren gebaut.
Die Inbetriebnahme dieses naturnahen Entsorgungskonzeptes auf der Basis
eines schilfbepflanzten
Bodenkörpers erfolgte im Jahr 1986 durch die Stadt Hamburg.
Verfahrensbeschreibung
Die
Pflanzenkläranlage Hamburg-Havighorst besteht aus einem 2500
m2 großen
und 60 cm tiefen, folienabgedichteten Bodenkörper, der mit
Schilfrohr
bepflanzt ist. Die Zuleitung des gesammelten Sickerwassers erfolgt im
Freigefälle, die Ableitung in den benachbarten Kreisbahngraben
über
eine windkraftbetriebene Hebeanlage und eine Elektropumpe.
Im
Wurzelraumverfahren bewirken die Pflanzen, der Boden und die in ihm
lebenden Mikroorganismen im Zusammenspiel die Reinigung des Abwassers.
Wichtige Teilprozesse bestehen im mikrobiellen Abbau, der Anlagerung an
Bodenbestandteile und der Ausgasung leichtflüchtiger
Komponenten.
Bisherige
Reinigungsleistungen
Das Abwasser
der Havighorster Deponie
unterscheidet sich in vieler Hinsicht von
kommunalem
Abwasser. So liegt beispielsweise nur ein relativ geringer
biochemischer (BSB5) und chemischer (CSB) Sauerstoffbedarf vor, der
durch die Wurzelraumanlage noch um 60 - 70 % (BSB5) bzw. 15-20 % (CSB)
verringert wird. Die geringen Zulaufkonzentrationen von Stickstoff und
Phosphor unterliegen ebenfalls noch einer deutlichen Reduzierung, die
bei der Stickstofffracht ca. 40 % und bei Gesamtphosphor 25 %
beträgt.
Als Hauptproblemstoffe des Deponiesickerwassers sind verschiedene
Chlorkohlenwasserstoffe
(Chlorbenzole und Chlorphenole) sowie bestimmte aromatische
Kohlenwasserstoffe, vor allem Benzol, Ethylenbenzol und Naphthalin, zu
nennen. Die auffällig hohen Konzentrationen dieser
schwerabbaubaren
Schadstoffe werden durch die Wurzelraumpassage
um 94 - 100 % vermindert.
In
der Schwermetallfraktion tritt vor allem Arsen mit einer mittleren
Konzentration von 29 μg/l (Grenzwert für Trinkwasser =
10 μg/l) als
Problemstoff des Deponiesickerwassers hervor. Am Ablauf des bepflanzten
Bodenfilters werden im Mittel nur noch 8 μg/l gemessen. Ebenso
wird die Quecksilberkonzentration von 0,9 μg/l
(Grenzwert für Trinkwasser = 1 μg/l) auf 0,6
μg/l reduziert.

Deponiesickerwasserreinigung
Bepflanzter Bodenfilter
Hamburg-Havighorst
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Weltkarte











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