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Künstliche
Teichinseln / Schwimminseln

Künstliche
Teichinseln
oder auch Schwimminseln
(im Handel sind u.a. Begriffe wie „schwimmendes
Röhricht, „schwimmende
textile Pflanzeninseln, „Schwimmkampen gebräuchlich)
haben folgende
Funktionen:
Lebensraum
für Wasservögel, Insekten, Fische (Laichplatz im
Wurzelraum), Mollusken
und von tausenden Arten planktischer und sessiler aquatischer
Kleinorganismen.
Verbesserte
Selbstreinigungsleistungen des Wasserkörpers
durch die
hohe
Besiedlungsfläche (bis zu 120 m² getauchte
Oberfläche), die pro m²
Teichinsel
über das
Aufwuchspotential des Wurzelfilzes bereit gestellt
wird.
Sauerstoffabgabe
über das Aerenchym
(Luftleitgewebe) emerser Makorphyten an die submerse
Rhizosphäre.
Beschattung von
Freiwasserflächen
und damit Einschränkung von Photosyntheseleistungen der Algen
(Verringerung der Sekundär-
verschmutzung) und Dämpfung sommerlicher
Erwärmung (Verminderung
der wirksamen Einstrahlung, hohe
Evapotranspirationsraten der Helophyten
auf den Teichinseln).
sommerlicher
Erwärmung (Verminderung der wirksamen
Einstrahlung, hohe
Evapotranspirationsraten der Helophyten auf den Teichinseln).
Wellendämpfende
Wirkungen.
Biotopstrukturierender und
landschaftsästhetischer Beitrag.
Zusammenfassend
werden künstlichen Teichinseln Leistungen als Habitat, als
Wellenbrecher, als
landschaftsästhetisches
Strukturelement und ein
beträchtliches Wasserreinigungspotential zugesprochen.
 
vorher (frisch
gepflanzt)
nachher
(zweijährig
kultiviert
gleiche Perspektive)
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Weltkarte


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Natürliche Schwimminseln (Eichhornia
crassipes) in Vietnam
Der
Verbreitungsmechanismus dieser Pflanze ist, dass von einem
bestehenden Pflanzenbestand Teile
abreißen, von der
Flussströmung mitgerissen werden und an anderer Stelle wieder
anwachsen.
Ganze Seen können von ihr bewachsen sein. So
hilft sie auf natürlichem Wege bei der Reinigung des
Gewässers
und unterdrückt durch Beschattung Algenblüten.
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Einsatz
von Teichinseln in
naturnahen Abwasserbehandlungsanlagen
in
Relation zu konventionelltechnischen Biofilmverfahren
Der
Begriff Biofilm
„Biofilm“
bezeichnet mikrobielle Aggregate, die durch Immobilisierung an
Grenzflächen gekennzeichnet sind. Sie sind ubiquitär
und durch hohe
Artendiversität gekennzeichnet. Biofilme sind mikrobielle
Habitate auf
kleinstem Raum bei gleichzeitig sehr heterogenen Milieubedingungen:
heiß, kalt; sauer, alkalisch; aerob-anaerob-anoxisch.
Biofilme sind die
Grundlage für das Selbstreinigungspotential von
Gewässern und Böden.
Die
Anheftung an eine Oberfläche erzeugt längere
Verweilzeiten gegenüber
frei
suspendierten Mikroorganismen (Belebungsverfahren) und
einen sequentiellen
Abbaugradienten, der auch Xenobiotika
erfaßt.
Teichinseln
Aus
dem Bereich der Ingenieurbiologie sind in den letzten Jahren
verschiedene
naturnahe Biofilmkomponenten entwickelt worden,
bei denen auf unterschiedlichen
schwimmfähigen
Trägermaterialien Helophyten (d.h. Sumpfpflanzen) eingesetzt
werden.
Neben der Durchwurzelung des jeweiligen schwimmenden
Trägermaterials
ergibt
sich eine intensive, frei im Wasser- bzw. Abwasserkörper
hängende
(ca.
30 cm bis 1 m lange) Wurzelschicht (Rhizosphäre), die als
Aufwuchsfläche für die anhaftenden Mikroorganismen
dient und bei diesen
Teichinseln
Biofilmflächen > 100 m² pro m²
bepflanztem Schwimmmodul erreicht.
Die
Abwasserreinigungswirksamkeit solcher Vegetationsmatten ist in
Mitteleuropa bisher noch wenig erforscht. Sie ist jedoch evident, da
eine Fülle von Fachpublikationen vergleichbarer Verfahren
vorliegt,
vornehmlich aus den tropischen und subtropischen Breitengraden. Dabei
wurden und werden massivwüchsige schwimmende Pflanzengattungen
wie
Eichhornia, Azolla, Pistia, Lemna und andere erfolgreich zum Einsatz
gebracht.


Teichinseln
oder auch Schwimminseln
(Floating Islands)
Teichinseln
(Schwimmende
textile Pflanzeninseln, auch floating islands
oder
Schwimminseln genannt)
Funktionsbeschreibung
von Filterteichen mit Schwimminseln
siehe
auch www.rhizotech.com |
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