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Naturnahe
Klärschlammbehandlung
Kurzbeschreibung
des
Klärschlammvererdungsverfahrens:
Klärschlamm
wird periodisch auf schilfbepflanzte Vererdungsbecken aufgebracht. Die
Pflanzen durchwurzeln und durchwachsen den aufgelandeten Schlamm und
bewirken eine beschleunigte Schlammentwässerung und
-mineralisierung.
Die Wasserabgabe erfolgt über Verdunstung und vor allem
über Dränagen,
die auf der Sohle der foliengedichteten Becken liegen. Es erfolgt eine
Volumenreduzierung der aufgebrachten Nassschlämme um ca. 98 %.
Die
Schilfbecken werden anlagenspezifisch nach 8 - 12 Jahren erstmals
geräumt und anschließend wiederangefahren und
weiterbetrieben. Je nach
Verwendungszweck kann die Klärschlammerde dann
nachkompostiert, direkt
landwirtschaftlich oder thermisch verwertet oder zur Rekultivierung und
im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt werden.
Merkmale
der
Klärschlammbehandlung:
Intervallbeschickung nach
Beschickungsplan
Beschickungsmenge in
Abhängigkeit vom Trockensubstanzgehalt
des Klärschlamms
Räumung der Beete nach
ca. 8
bis 12 Jahren, je nach Freibordhöhe, anschließende
Wiederbefüllung
Nachrotte des vererdeten
Substrates innerhalb oder außerhalb der Becken
Betriebsbetreuungsvertrag
Bundesweit
gibt es inzwischen weit über 100 kommunale
Klärschlammvererdungsanlagen
mit Schilfbepflanzung. Dieses naturnahe
Klärschlammbehandlungsverfahren
findet in den letzten Jahren (etwa ab dem Jahr 1995) exponentiell
wachsende Verbreitung. Diesem Trend oder Boom folgend werden laufend
mehr Planungen und Ausschreibungen von Ingenieurbüros
gefertigt, die
über keinerlei fachspezifische Kenntnisse verfügen.
Dies führt zu
erschreckenden Fehlplanungen, laienhaften abwegigen
Ausschreibungstexten und gesetzwidrigen Funktionalgarantiebedingungen,
die auf Bauunternehmen und Gartenbaubetriebe abgewälzt werden.
Insoweit
entledigen sich unerfahrene, unzuverlässige
Ingenieurbüros ihrer
fachtechnischen Verantwortung.
Auf diesem speziellen
Fachgebiet
seit langem tätige Planer und Firmen stellen ihr Know-how auch
für
Sanierungsempfehlungen und Betriebsbetreuungen nach Baufertigstellung
zur Verfügung.


Kurzvorstellung
eines naturnahen Verfahrens zur Klärschlammbehandlung mittels
schilfbepflanzter Trockenbeete
Bad
Emstal - Schlammbehandlung für die Kläranlage mit
Belebungsverfahren
ohne Vorklärbecken mit aerober simultaner
Schlammstabilisierung,
vorgeschalteter biologischer Phosphatelimination und
Denitrifikationsbecken

China,
Shenyang - Behandlung von kommunalem Abwasser
in einem Neubaugebiet für Büro- und
Wohngebäude
Gross
Lafferde - Vererdung von Klärschlamm aus kommunalen
Kläranlagen des Eigenbetriebs Abwasserentsorgung
(1 Belebungsanlage, 3 Tropfkörper)
Indonesien,
Meulaboh ACEH - Errichtung einer Pflanzenkläranlage und einer
Klärschlammvererdungsanlage für Krankenhausabwasser
Naumburg
- Schlammbehandlung für die Kläranlage mit
Belebungsverfahren
ohne Vorklärbecken mit aerober simultaner
Schlammstabilisierung,
vorgeschalteter biologischer Phosphatelimination und
Denitrifikationsbecken
Suedkorea,
Seoul - Abwasser- und Schlammbehandlung
(Sequencing batch reactor (SBR) mit nachgeschalteter
Pflanzenkläranlage
und Klärschlammvererdung)
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Weltkarte
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