IWRM(1)-Ansätze
nach M. Gambow
(a. a. O.) |
Kritische
Bestandsanalyse an einer ausgewählten Beispielsgemeinde
in
Niedersachsen (M. Blumberg) |
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Ansatz
1 – 12 „Angepasste Technologie“ |
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Ansatz 1:
Es
wird als mittelfristiges, plakatives Ziel definiert, dass der heutige
Preis für technische Lösungen auf dem Wassersektor halbiert werden muss.
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Unsere naturnahen Abwasserreinigungsverfahren sind ebenfalls
„technische
Lösungen“ und zwar im Sinne folgender Definition nach M. Blumberg: „Planmäßiger Aufbau und
Einsatz von natürlich
vorkommenden
vollständigen Ökosystemen zu dauerhaften Produktions- und/oder
Entsorgungs- zwecken“.
Wenn in Lahstedt
die den bewachsenen
Bodenfiltern noch vorgeschalteten alten Tropfkörper abgerissen
werden, sinken die Betriebskosten deutlich. Die postulierte
Preishalbierung wird als ehrgeiziges Ziel übernommen;
zurückstecken kann man später. Eine
Gebührenkonstanz für die
Bürgerinnen und Bürger über 10 – 20 Jahre wäre auch schon ein
Riesenerfolg. In Lahstedt sind die Abwasser- gebühren seit
nunmehr vier Jahren konstant und sind eher zu senken statt zu
erhöhen, da in den letzten 3 Jahren beträchtliche
Überschüsse
erwirtschaftet wurden. |
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Ansatz 2:
Es ist die Aufgabe der
technologischen Entwicklung, ggf. auf iterativem Weg eine permanente
Steigerung der Nachhaltigkeit(2)
technischer Lösungen zu finden. |
„Iterativ“
bedeutet, sich schrittweise in wiederholten Rechengängen der exakten
mathematischen Lösung annähern oder allgemeiner, das Lernen aus Fehlern
an der Schnittstelle Technik-Mensch als ein
Grundwerkzeug auf
dem Weg zu angepasster Technologie vor dem Hintergrund der
Undeterminierbarkeit komplexer Systeme
(Gambow, a. a. O.).
Diese
Vorgehensweise wird seit nunmehr zwanzig Jahren in den Lahstedter
„constructed wetlands“ praktiziert. Kein Design ist wie das
vorhergehende, laufend werden technologische Neuerungen, auch zum Teil
noch unerprobte, versuchsweise realisiert. |
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Ansatz 3:
Angepasste Technologie
(appropriate technology) muss sich an den Kriterien der
Umweltverträglichkeit orientieren |
Das
ist das „Pfund, mit dem wir wuchern“. Es würde den Rahmen dieses
Kommentars sprengen, die zahlreichen „Umweltverträglichkeiten“ unserer
Abwasser- und Klärschlammbehandlungstechniken aufzuführen.
Anderenorts
auf diesen Internetseiten gibt es hierzu ausführliche Beschreibungen
(www.blumberg-engineers.de) .
Kurzum: Ziel erreicht! |
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Ansatz 4:
Angepasste
Technologie muss durch integrale Planung sozial-kulturelle Hauptziele
erfüllen und mögliche sozial-kulturelle Nebenziele und Nebeneffekte
berücksichtigen. |
Könnte
hier (in Lahstedt) konkret heißen: Saubere Umwelt durch Technologien,
die von der Bürgerschaft akzeptiert werden und die Komponenten des
Naturschutzes als Sekundärziel miteinschließen.
Ziel erreicht! |
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Ansatz 5:
Flüsse brauchen Platz
(Rivers need Space). |
Aktuell
leider kein Thema in Lahstedt und den umgebenden Gemeinden. Die
Kommunen haben kein Geld für eine Renaturierung und Revitalisierung der
Bäche und Flüsse, die schnurgerade und mit
Betonhalbschalen
versehen – also strukturell extrem verarmt – die Agrarlandschaft
durchziehen.
Ziel
in absehbarer Zeit nicht erreichbar! |
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Ansatz 6:
Trinkwasser
ist unverzichtbar. Trinkwasserschutz hat absolute Priorität. Es ist
flächendeckend zu schützen. Zusätzlich sind in Grund- und
Oberflächengewässern Schutzzonen bzw. Schutzgebiete einzurichten. |
Ziel
weitgehend erreicht,
bis auf die allgegenwärtigen Nitratüberschüsse; an erosions-
gefährdeten Hanglagen ist phosphatinduzierte Eutrophierung ein Problem.
Nicht in Lahstedt, weil flaches Land. |
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Ansatz 7:
Die
geordnete Abwasserableitung und nach Möglichkeit die Behandlung von
Abwasser muss gleichzeitig mit der Wasserversorgung erfolgen.
Der
übliche Weg, zunächst nur die Wasser- versorgung zu installieren, ist
nicht nachhaltig und widerspricht der Menschenwürde. |
In
Europa weitgehend erreicht. |
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Ansatz 8:
Normen
und Regelwerke tragen erheblich zur technischen Qualitätssicherung und
Effizienz bei. Dazu müssen Normen aber angepasst, übersichtlich und
aktuell sein. |
Die
Reglementierung durch Umweltvorschriften wird vielerorts in Deutschland
als überbordend empfunden. Der politisch massiv in der EU und in
Deutschland propagierte Bürokratie-Abbau zeigt kaum Fortschritte, da
die Abschaffung einzelner Gesetze und Verordnungen durch eine Vielzahl
neuer Vorschriften überkompensiert wird. |
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Ansatz 9:
Der
Bereich Aus- und Fortbildung ist als Ziel zu definieren, strategisch zu
planen, als Daueraufgabe durchzuführen und in seiner Qualität zu
sichern. |
Ziel
erreicht!
An den Lahstedter Kläranlagen wurden und werden zahlreiche Projekt- und
Diplomarbeiten durchgeführt. Aus- und Fortbildung des Personals wird
als Daueraufgabe begriffen, jedoch längst nicht optimal realisiert, wie
wir selbstkritisch anmerken müssen. |
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Ansatz 10:
Der
Planer muss in enger Abstimmung mit dem späteren Nutzer an dessen
Anforderungen und Möglichkeiten angepasste Lösungen entwickeln und für
die Umsetzung auf der Baustelle sorgen.
Der Nutzer sollte
seine Ansprüche und Ziele definieren können. |
Ziel
erreicht! |
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Ansatz 11:
Dem Gemeinwohl
verpflichtete öffentlich-rechtliche technische Fachstellen leisten
wichtige Beiträge zur Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger,
angepasster Technologie |
Das
Gegenteil ist der Fall: Öffentlich-rechtliche technische Fachstellen
(Landkreis Peine) behindern die innovativen umweltverträglichen
Konzepte der Gemeinde Lahstedt seit nunmehr zwanzig Jahren
massiv |
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Ansatz 12:
Hochwertige
technische Lösungen entstehen durch die permanente und
institutionalisierte Rückkopplung zwischen breiter praktischer
Erfahrung in der Umsetzung und entwickelnden und forschenden
Einrichtungen. |
Ziel
erreicht!
Die Zusammenarbeit mit Universitäten wird seit langem gepflegt und
aktuell ausgeweitet, setzt jedoch Kooperationsbereitschaft von
Genehmigungsbehörden voraus, die bezogen auf Lahstedt völlig
kontraproduktiv agieren. |
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Ansatz
13 und 14 |
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Ansatz
13:
Die Leistungsfähigkeit der Technologie sollte laufend aufgrund
eines formellen und informellen Benchmarks überprüft und
weiterentwickelt werden (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess KVP).
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Eine systematische
Vorgehensweise ist bisher nicht etabliert worden.
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Ansatz 14:
Der Auftraggeber für Infrastrukturleistungen sollte selber
fachkundig und in der Lage sein, die für die individuelle
Situation am besten geeignete Art der Ausschreibung zu bestimmen. Die
Kosten sind auf die Lebenszeit der Anlagen (life cycle costs) und auf
alle Tripel-Belange(3)
zu beziehen.
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Die Ausschreibungen erfolgen nach deutschem
Recht (VOB). Die Forderung betrifft eher ausländische Vorhaben.
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| Ansatz 15 – 33 „Management“ |
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Ansatz 15:
Aufgrund der komplexen Anforderungen an eine
Wasserinfrastrukturentwicklung sind bei der (Weiter-) Entwicklung eines
angepassten Managements in der Regel iterative Vorgehensweisen
angebracht (Iterationsansatz).
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Ziel
erreicht! Im Sinne des public-private partnership-Modells (PPP) wurde
die Betriebsführung der Lahstedter Kläranlagen über acht
Jahre von unserem Ingenieurbüro wahrgenommen.
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Ansatz 16:
Zum Erhalt nachhaltiger wasserwirtschaftlicher Strukturen ist das
Zusammenwirken von Staat, Kommune, Privatwirtschaft und
Bürgergesellschaft eine Grundvoraussetzung. Das bedeutet auch,
dass keine der genannten „Säulen“ alleine die Aufgabe
eines integrierten Wassermanagements übernehmen kann.
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Ist
in Deutschland gesetzlich geregelt (Wasserhaushaltsgesetz,
Landeswassergesetze). Betrifft zwar die Situation im
außereuropäischen Ausland vorwiegend, ist jedoch auch in
Deutschland zum Teil massiv defizitär.
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Die weiteren
Ansätze 17 – 48 bleiben für das gewählte
Gemeindebeispiel unkommentiert. Ein Diskurs auch hierüber zwischen
Bevölkerung, Politikern, Verwaltungsebenen, Fachplanern und
Netzwerken wäre wünschenswert. |
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Ansatz 17:
Für Gesetze und staatliche Normen gilt: Die Nachhaltigkeit sollte
das universelle Prüfkriterium für gesellschaftliche
Regelungseingriffe sein.
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Ansatz 18:
Der Staat hat im Wassersektor eine Garantenstellung für
nachhaltige Entwicklungen. Er muss diese operativ wahrnehmen, solange
nicht Dritte dies mit ausreichender Sicherheit tun können
(bedingte Garantenstellung).
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Ansatz 19:
Good Governance im Wassersektor bedeutet die nachhaltige, umfassende
und langfristige Sicherung des Wasserschatzes. Effizienz und
langfristig volkswirtschaftlicher Nutzen sind dabei Leitlinien, ebenso
wie das Bewusstsein, dass ökologische und sozial-kulturelle
Güter und Werte Teil des „Vermögens“ einer
Gesellschaft sind.
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Ansatz 20:
Die Idee von Good Governance basiert auf einem starken, auf
Nachhaltigkeit ausgerichteten Staat, der „aktivierend“ die
Beteiligung einer partizipativ agierenden, verantwortungsvollen
Bürgergesellschaft nutzt.
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Ansatz 21:
Staat und Gesellschaft sind dynamische Systeme. Daraus folgt an die
staatlichen Strukturen eine Grundanforderung der Flexibilität und
Bereitschaft zur Fortentwicklung. Die Wasseradministration muss in
diesem System langfristige Planungshorizonte vertreten können.
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Ansatz 22:
Zur Durchsetzung der gesellschaftlichen Interessen der Nachhaltigkeit
und der Integralität des Wassersektors sind Administrationen mit
eigener fachlicher Expertise, zentraler Verantwortlichkeit und
regionaler Präsenz notwendig.
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Ansatz
23:
Die bedeutende Verantwortung der Kommunen für das Wasser bedeutet: „Der
Brunnen bleibt im Dorf“
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Ansatz 24:
Verbände und Nachbarschaftshilfe machen subsidiäre, kommunale
Systeme effizient, ohne den partizipativen Einfluss der
Bürgergesellschaft zu beschneiden.
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Ansatz 25:
Die regionale Solidarität und der Ausgleich zwischen Stadt und Land ist
ein grundlegender Nachhaltigkeitsbaustein.
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Ansatz 26:
Es besteht rechtsformunabhängig in allen Organisationen eine
(individuelle) Optimierungsforderung.
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Ansatz 27:
Modernes Management muss alle Werkzeuge kennen und bewusst diejenigen
auswählen, die zur Organisation und zur Anforderung passen.
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Ansatz 28:
Nachhaltige Effizienz ist nicht überwiegend eine Funktion der
Kosten (u. a. Arbeitsplätze), sondern des Nutzens (nachhaltiger
Mehrwert). Ziel ist nicht, suboptimale Lösungen billiger zu machen
sondern in Richtung Nachhaltigkeit optimierte Ansätze zu gestalten.
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Ansatz 29:
Integrale Wasserwirtschaft muss über Sektoren, Räume und die
Zeit denken. Einer Überfrachtung dieses Ansatzes ist durch eine
gezielte Parameterauswahl und Dimensionsabgrenzung zu begegnen.
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Ansatz 30:
Die Abwägungskriterien (zur Auflösung des
Nachhaltigkeitsdilemmas) müssen aufgrund des wachsenden Wissens in
Technik und Naturwissenschaft sowie bezüglich der Nachhaltigkeit
von Prozessen einer permanenten Überprüfung unterzogen werden.
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Ansatz 31:
Strukturen sollen nach Möglichkeit permanent homogen
fortentwickelt werden. Eckpunkte für tiefgreifende
Veränderungsprozesse sind: Klare Ziele – Geschwindigkeit
– offene Kommunikation.
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Ansatz 32:
Wasserwirtschaft denkt in der Fläche und im Rahmen von
Flusseinzugsgebieten.
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Ansatz 33:
Eine funktionierende Raum- und Bodenordnung sind unabdingbare Teile
eines integrierten Ansatzes. Die Landnutzungsplanung ist damit Teil des
IWRM.
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| Ansatz
34 und 35 „Finanzierung und Steuerung“ |
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Ansatz 34:
Grundsätzlich sollen Wasserpreise kostendeckend kalkuliert werden.
Dieses Prinzip ist prinzipiell auf den gesamten Wassersektor
auszuweiten. Transferleistungen innerhalb des Sektors richten sich nach
den Bedingungen der Nachhaltigkeit.
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Ansatz 35:
Nachhaltige Lösungen lassen sich nur durch dosiertes und
abgestimmtes Ausschöpfen aller bekannten finanziellen und
nicht-finanziellen Regelungs- und Steuerungsmechanismen erreichen.
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| Ansatz
36 – 39 „Human factor“ |
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Ansatz 36:
Many little people/at many little places/doing many little things/will
change the face of the world (afrikanisches Sprichwort).
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Ansatz 37:
Das Erreichen der Nachhaltigkeit ist letztlich eine Frage
(menschlichen) Willens.
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Ansatz 38:
Die richtige Besetzung von Führungspositionen ist von
überragender Bedeutung. Zum Erfolg des Unternehmens sollte ein
„Leader“ mit Visionen an der Spitze stehen, der ein
ethisches Commitment in Bezug auf Nachhaltigkeit für sich
persönlich und seine Führungsverantwortung eingegangen ist.
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Ansatz 39:
Das Bewusstsein der Bedeutung der nichtmateriellen Faktoren und
insbesondere des Wertes der Mitarbeiter, der Kultur der Zusammenarbeit
und der „ownership“ ist ein fundamentaler
Nachhaltigkeitsbaustein in der effizienten Unternehmensführung.
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| Ansatz
40 – 44 „Netzwerke und Kommunikation“ |
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Ansatz 40:
Ethisch anspruchsvolle Netzwerke schaffen oder unterstützen (für die
Nachhaltigkeit) günstige soziale Strukturen.
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Ansatz 41:
Das aktive Einbinden und Nutzen von Netzwerken und vergleichbaren
Strukturen ist ein Nachhaltigkeitsbaustein in wasserwirtschaftlichen
Projekten.
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Ansatz
42: Konstantes öffentliches Bewusstsein ist eine
Grundvoraussetzung für nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung;
verständliche Information ist Grundlage für öffentliches
Bewusstsein. Dies ist die Aufgabe aller Wasserfachleute.
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Ansatz 43:
Auch Kommunikation innerhalb partizipativer Prozesse basiert auf
ernsthaftem gegenseitigen Willen zum Austausch. Ziel ist, durch diesen
Austausch einen echten, materiellen oder ideellen Mehrwert zu erreichen.
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Ansatz 44:
Partizipative Kommunikationsprozesse sind Teile des Projektmanagements
und unterliegen den gleichen Kriterien wie das Projektziel selber
(Nachhaltigkeit, Integration).
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| Ansatz
45 – 48 „Kultur“ |
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Ansatz 45:
Kultur und Spiritualität sind fundamentale
Nachhaltigkeitsbausteine. Wegen ihrer Bedeutung werden sie als vierte
Ecke des Nachhaltigkeitsmodells definiert.
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Ansatz 46:
Sozial-kulturelle gesellschaftliche Einflüsse sind hochwirksam, aber
nicht determinierbar. Nach dem Prinzip der Fraktale)(4)
können sie jedoch durch partizipative Prozesse abgebildet werden.
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Ansatz 47:
Kultur, Spiritualität, Religion sind Werte per se. Sie müssen
erkannt, berücksichtigt und in Projekte aktiv eingebunden werden,
wo immer das möglich ist.
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Ansatz 48:
Armut kann auch in kultureller-spiritueller Armut bestehen.
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(1) Integriertes Wasser-Ressourcenmanagement
(2)
Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist
eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt,
ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen, ihre
Bedürfnisse zu befriedigen, einzuschränken
(intergenerationelle Gerechtigkeit).
(3)
Tripel-Ansatz: Basiseinheiten Ökonomie, Ökologie, Soziales
(4)
Fraktale:
„selbstähnliche“ Strukturen aus einfachen Grundmustern
die ohne eigentlich erkennbaren Zusammenhang dennoch in ähnlicher
Weise entstehen (zum Beispiel eine Koinzidenz zwischen
unabhängigen Systemen). |
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