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Unser
Beitrag zur Weltausstellung
Lahstedt liegt im
deutschen Bundesland Niedersachsen, südöstlich von
Hannover. Etwa
10.600 Menschen leben in den fünf Ortschaften der Gemeinde.
„Die
Natur zurückholen“,
so könnte das Motto lauten, dem sich der
„Abwasserbetrieb Lahstedt“
verpflichtet fühlt. Die Sanierung und Erweiterung unserer vier
Kläranlagen schreitet Jahr für Jahr voran –
auf naturnahe Weise mit
möglichst wenig Beton und Technik. Abwasserentsorgung ist eine
gesetzliche Pflichtaufgabe der Kommunen. Lahstedt macht aus der Pflicht
eine Kür und verbindet die erforderliche Reinigung des
Abwassers mit
der Schaffung von Sekundärbiotopen, d. h. diese
großflächigen
Abwasserbehandlungsareale werden auch gezielt zum Naturschutz genutzt.
Dies hat bundesweit Anerkennung gefunden. Die aus drei Teilprojekten
bestehende neue Kläranlage
in Gadenstedt wurde 1998 als eines
der
ersten externen Expo
2000 Projekte registriert – und mit
400.000 DM von
der Weltausstellung zusätzlich gefördert. Das war
eine phantastische
Anerkennung für die gemeindliche Umweltschutzpolitik. Auf dem
Betriebsgelände existiert eine ungemein hohe
Vielfältigkeit an Pflanzen
und Tierarten (weit über 400).
Aufgrund
der
überzeugend guten Erfahrungen mit den bisher errichteten
naturnahen
Abwasserbehandlungsstufen hat der Rat der Gemeinde Lahstedt
beschlossen, auch die Kläranlagen in den Ortsteilen
Münstedt und
Adenstedt ausschließlich auf der Basis solcher
Sekundärbiotope
zu sanieren und zu
erweitern. Als weitere Schritte auf diesem Weg wurden im Jahr 2001 die
neuen Mischwasserbiotope
in Oberg (0,57 ha) und Münstedt (1,4
ha) errichtet. Im Jahr 2006 wurde eine 0,6 ha große
Klärschlammvererdungsanlage
im Ortsteil Groß
Lafferde in Betrieb
genommen. 2010 wurde die Genehmigungsplanung für den
Retentionsbodenfilter Adenstedt fertiggestellt.
In
Lahstedt entsteht so ein Kompetenzzentrum für alternative
naturnahe
Reinigungstechnik mit Sekundärbiotopen von weit
über 10
ha Ausdehnung
und einer Klärkapazität für etwa 15.000
Einwohnergleichwerte.
Dies
ist in Europa einmalig! Und es ist eine große Chance die
Innovationskraft in Niedersachsen zu demonstrieren und den
Nachhaltigkeitsgedanken der Agenda
21 beispielhaft auf lokaler Ebene
umzusetzen.
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Weltkarte


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